Ein rein ornamentaler botanischer Garten war hauptsächlich wohlhabenden Familien vorbehalten. Er unterstrich zunächst vor allem deren Reichtum und Gelehrsamkeit.
Viele dieser botanischen Sammlungen und Parks entstanden ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, geprägt von der Vision und den Idealen des landwirtschaftlichen Fortschritts und der Industrialisierung. António Borges war einer der Hauptbegründer der damaligen azoreanischen Gartenarchitektur mit einer ausgeprägt organischen Bildsprache.
"Viele dieser botanischen Sammlungen und Parks entstanden ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, geprägt von der Vision und den Idealen des landwirtschaftlichen Fortschritts und der Industrialisierung."
Ein Erbe, das noch heute in einigen dieser botanischen und Steingärten zu finden ist, sowie die Vorliebe für natürliche Formen. Parks mit Teichen, verschlungenen Pfaden und, aufgrund ihrer Lage, oft atemberaubenden Aussichten.
Es gibt mindestens ein Dutzend kleinerer bis mittelgroßer historischer Gärten, Bauernhöfe, Parks und Wälder zu besichtigen, die über die verschiedenen Inseln São Miguel, Terceira, Faial und Pico verteilt sind. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen botanischen, landschaftlichen und ökologischen Vielfalt steht sie heute weitgehend unter Naturschutz.
Als Folge dieser kulturellen Bewegung verbreitete sich übrigens auch das allgemeine Wissen und Können im Garten- und Zierpflanzenbau auf den Inseln, was wiederum eine weitere Dynamisierung der (kommerziellen) Landwirtschaft zur Folge hatte. Diese angesehenen Familien waren es auch, die unter anderem die Einrichtung einer Teeplantage initiierten. Es ist auch der einzige Ort in der EU, an dem Tee angebaut wird. Inzwischen wurden auf mehreren Inseln auch Kaffeeplantagen angelegt.







